Feuerwehr Ruppertsweiler

Historie

HISTORISCHER RÜCKBLICK:

Unser Dorf Ruppertsweiler wurde im Jahre 1198 erstmals urkundlich erwähnt, dürfte aber bereits um das Jahr 750 durch Benediktiner-Mönche vom Kloster Hornbach gegründet worden sein. Nach seiner absoluten Zerstörung im 30-jährigen Krieg wurde der Ort durch Schweizer Neusiedler ab 1759 wieder besiedelt.
Einem Hausbrand waren die Menschen damals Hilflos ausgesetzt, denn es gab keine Geräte zur Brandbekämpfung. Für die betroffenen Bewohner bedeutete der Verlust von Haus und Vieh gleichzeitig der Verlust ihrer Lebensgrundlage. Europaweit gab es erstmals eine organisierte Feuerwehr im Jahre 1278 in Wien. Aber wirksame Brandbekämpfungsmittel standen erst zum Ende des 17.Jahrhunderts zur Verfügung durch die Erfindung der Wasserspritze mit Druckschläuchen und den Windkessels
Es ist überliefert, dass in der französischen Zeit (1795-1816) auch in Ruppertsweiler zum Brandschutz folgende Requisiten in einer Scheune bereitgehalten werden mussten: 1 Fass auf einem Wagen, 2 Leitern, 4 Haken, 12 lederne und 6 hölzerne Eimer. Löschwasserquellen waren die Dorfbrunnen (Ziehbrunnen) und der Rodalbbach. Erst in der bayerischen Zeit gab es dann ab 1821 organisierte Wehren und Feuerlöschgesetze, die jeden Bürger im Falle eines Brandes zur Hilfeleistung anwiesen.

BILDUNG DER ERSTEN FREIWILLIGEN WEHREN:

Nach einem verheerenden Stadtbrand in Hamburg, der im Mai 1842 vier Tage lang wütete, gründeten große Städte in Deutschland eine Art Berufsfeuerwehr mit bezahlten Mannschaften. Kleinere Städte und Orte hatten meist eine Freiwillige Wehr.1865 wurde der Deutsche Feuerwehrverband gegründet.1869 wurde in Pirmasens eine Freiwillige Feuerwehr ins leben gerufen. In den armen kleinen Gemeinden wie Ruppertsweiler fehlte es an einer einheitlichen Organisation und an Löschmitteln. Die Aufstellung von ersten Pflichtfeuerwehren erfolgte dann um das Jahr 1880 durch gesetzliche Verfügung der Kgl. Bayerischen Regierung.

GRÜNDUNG DER ORTSWEHR:

In Ruppertsweiler gab es zu diesem Zeitpunkt keine Feuerwehr. Beim Brand im Fachwerkhaus des Adjunkten Friedrich Leibrock (auf dem „Hewwel“) im Sommer 1880 ist das gesamte Mobiliar verbrannt und sämtliches Vieh elend umgekommen. Bis die Feuerwehr aus Münchweiler mit ihrer Handfeuerspritze anrückte, war nichts mehr zu retten und das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder.
Daraufhin wurde auf Anordnung des Kgl. Bezirksamtes noch im Herbst 1880 eine Ortsfeuerwehr gegründet. Dies war die Geburtsstunde unserer Feuerwehr in Ruppertsweiler. Erster Kommandant der „verordneten Pflichtfeuerwehr“ war Peter Heinrich Siegenthaler, genannt „kleiner Peter“ (Vater von Otto Siegenthaler, der von 1933-1945 ebenfalls Feuerwehrkommandant war!).
Die neu gegründete Ortswehr setzte sich in drei Abteilungen zusammen:
1. Die Wassermannschaft mit den Ledereimern
2. Steigermannschaft mit den Steig- und Dachleitern, Seilen und Feuerhaken
3. Absperrmannschaft mit den „Knuppstöcken“.
Ein Jahr nach der Gründung fand die erste Inspektion durch den Bezirksfeuerwehr-Inspektor statt und gleich darauf auch noch der Beitritt in den Bezirksfeuerwehrverband und den Pfälzischen Feuerwehrverband.
1895 wurde eine neue „Feuerlöschordnung“ in Kraft gesetzt, die alle Ortsbewohner zur Hilfeleistung bei Brandfällen verpflichtete. Alle Männer vom 20. bis 40. Lebensjahr waren Feuerwehrpflichtig, bei Waldbränden waren alle Gemeindebürger von 16 bis 65 Jahren löschpflichtig.

ANSCHAFFUNG EINER HANDDRUCKSPRITZE:

Nach der Inspektion 1895 wurde die Gemeinde aufgefordert zur wirksamen Brandbekämpfung eine Handdruckspritze und einen Schlauchwagen anzuschaffen. Wozu die Regierung und der Bezirksverband Zuschüsse gaben. Mit der Lieferung der Handdruckspritze wurde von der Gemeinde neben dem Hirtenhaus an der Kaffegasse (heutige Schulstraße) ein Spritzenhaus errichtet, in dem alle Geräte untergebracht waren. Die Handdruckspritze hat sich in viele Einsätzen bewährt und war bis zum Jahre 1954 im Einsatz. Wie mühselig und kräfteraubend ihr Einsatz war, wird durch den Kräfteeinsatz belegt: 4 Männer mussten das Gerät an der Brandort ziehen, im Einsatz bedienten abwechselnd zwei Pumpenmannschaften zu je 8 Mann den Pumpenschwengel, um den nötigen Druck aufzubauen. Das Wasser wurde aus dem nahegelegensten der 13 Ziehbrunnen des Dorfes in Wassersäcken herangeschafft. Erst ab dem 01.12.1910, nach Inbetriebnahme der Wasserleitung im Ort, konnte der Wasserkessel der Spritze mit einer Schlauchleitung über einen Hydrant gefüllt werden.
(Anmerkung: Die alte Wasserspritze wurde 1987 auf Initiative des langjährigen Brandmeisters Willi Busch originalgetreu restauriert und schmückt den Eingangsbereich der Ruppertshalle).

ÜBUNGEN UND AUFBAU:

Die monatlichen Übungen der 1880 gegründeten Feuerwehr Ruppertsweiler erfolgten bis zum Ausbruch des II. Weltkrieges nach streng militärischen Regeln. Die Exerzierübungen  auf dem Hirtenstück sollten zur Haltung und Disziplin der etwa 50 bis 60 Feuerwehrmänner beitragen.
1911 bestand die Wehr unter dem Kommando von Georg Heinrich Busch und seinem Adjutanten Martin Koch aus sechs Abteilungen:
1. Steigermannschaft (Abteilungsführer Felix Lutz)
2. Wassermannschaft (Abteilungsführer August Ehrgott)
3. Spritzenmannschaft (Abteilungsführer Jakob Bodenschatz)
4. Schlauchmannschaft (Abteilungsführer Heinrich Siegenthaler)
5. Ordnungsmannschaft (Abteilungsführer August Seibert)
6. Waldbrandabteilung

NEUORGANISATION NACH DEM I. WELTKRIEG

Nach Kriegsende 1919 wurde ein neuer Verwaltungsrat zur Feuerwehr gewählt. Die Zahl der aktiven Wehrleute betrug 61, die Wehrpflicht ging bis zum Alter von 36 Jahren. Das Jahr 1922 wurde zu einer harten Bewährungsprobe für die Wehr, denn innerhalb von vier Wochen, brannte es neun mal, wobei drei große Wohnhäuser bis auf das Mauerwerk abbrannten. Das ganze Dorf war in Aufregung, denn allgemein vermutete man Brandstiftung. Bei der Bekämpfung der Brände zeigten die Dorfbewohner vorbildlichen Zusammenhalt: Alle, ob Feuerwehrmann oder nicht, griffen damals bei den Bränden zu, auch die Frauen und Jugendlichen. Man versuchte zu retten was zu retten war. Aber letzten Endes standen drei Familien ohne Dach über dem Kopf und ohne jegliche Nahrungsvorräte da. Jetzt bewährte sich aber die Nachbarschaftshilfe, die damals noch selbstverständlich war. Jeder im Dorf half, entsprechend seinem Vermögen, nicht nur mit gutem Rat. 1932 wurde Adam Dausmann und Heinrich Wadle und 1933 Jakob Leibrock und Otto Siegenthaler beim Bezirksamt Pirmasens als Obleute der Feuerwehr Ruppertsweiler verpflichtet.1933 wurde dann auch Otto Siegenthaler zum Kommandanten gewählt, ein Ehrenamt, dass er bis zum Ende des II. Weltkrieges in treuer Pflichterfüllung ausübte. Unter seiner straffen und disziplinierten Führung erreichte die Wehr einen hohen Ausbildungsstand und erbrachte Lob und Anerkennung.  

WIEDERAUFSTELLUNG DER ORTSWEHR NACH DEM II. WELTKRIEG:

Auf Anweisung der französischen Besatzungsmacht musste 1945 das Feuerwehrwesen neu organisiert werden. Laut Verfügung der Militärregierung musste die Sollstärke 60 Mann betragen. Alle Jugendlichen und Männer ab 20 Jahren mussten der Wehr beitreten. Als Kommandant stellte sich Jakob Blaser zur Verfügung. Für ihn war es eine schwere Aufgabe, eine schlagkräftige Wehr zusammenzustellen, mangelte es doch nicht nur an Ausrüstung und Bekleidung, sondern auch an der Einsatzbereitschaft der zwangsweise Verpflichteten. 1948 gab Jakob Blaser das Amt des Kommandanten an Theodor Ehrgott ab. Auch unter seiner Führung mangelte es an dem notwendigen Geld für eine gute Ausrüstung der Wehr. In den Mannschaftslisten dieser Wehr stehen noch bekannte Namen wie Willi Matz, Reinhold Leibrock, Werner Koch, Eugen Guterl, Willi Becker, Rudi Hüther, Eugen Lutz, Günter Burkhardt, Adolf Siegenthaler, Josef Bergmann, Hermann Lipps, u.a.

Im Jahr 1953 wurde das Langjährige Feuerwehrmitglied Willi Busch (er war schon mit 20 Jahren der Feuerwehr beigetreten) zum neuen Wehrführer bestellt. Er hatte zuvor mehrere Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule absolviert und sich ein umfangreiches Fachwissen angeeignet, das er in die Ausbildung der Wehrleute einfließen ließ. Damals hatte die Wehr einschließlich der Waldbrandabteilung noch eine Sollstärke von 64 Mann.

GRÜNDUNG DER „FREIWILLIGEN FEUERWEHR“ RUPPERTSWEILER:

Aufgrund der neuen Brandschutzordnung von 1956 wurde die bisherige Pflichtfeuerwehr aufgelöst und in eine „Freiwillige Feuerwehr“ umgewandelt mit einer Ist-Stärke von 25 Mann.
Mit Umsicht, Sachverstand und großer Erfahrung hat Willi Busch die Freiwillige Feuerwehr Ruppertsweiler bis 1988 geführt. Er war ein großes Vorbild für den Nachwuchs und wegen seiner Führungsqualitäten über den Ort hinaus beliebt und geschätzt. Für seine herausragende Verdienste wurde er u.a mit dem goldenen Feuerwehrabzeichen des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.
1975 wurde das Feuerwehrwesen von den Ortsgemeinden an die Verbandsgemeinde Pirmasens-Land übertragen. Willi Busch wurde der Rang des Brandmeisters verliehen und die Materialverwaltung übertragen. Die Wehr und die Gemeinde haben viel von seinem Handwerklichen Geschick profitiert, sei es bei der Wartung von Geräten und Fahrzeugen, dem Ausbau der Unterkunft, der Restaurierung von Gerät, der Fertigung von Wappen und vielem mehr. Bei seiner Verabschiedung wurde er für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt. Mit Rat und Tat stand er auch noch nach der Verabschiedung als Wehrführer bis zu seinem Tod der Feuerwehr als Vorbild zur Verfügung. Bei der Übernahme durch den neuen Kommandanten Arnold Kipars hatte die Wehr einen hohen Ausbildungsstand.

DIE RUPPERTSWEILER FEUERWEHR IN DER NEUZEIT:

Der anschließende Wehrführer Arnold Kipars (1988 – 2007) hat sich in mehreren Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule in Koblenz ein umfassendes Fachwissen angeeignet, von dem die Wehrleute im Rahmen von Einsätzen, Übungen und Ausbildungsveranstaltungen profitieren.
Kurz nach seiner Amtsübernahme hatte sich eine neue Mannschaft mit sowohl jungen als auch erfahrenen Wehrleuten um ihn rekrutiert. Nach Arnold Kipars folgte 2007 Alexander Koch, der Enkel von Willi Busch, in das Amt des Wehrführers. Alexander Koch führt bis heute das Erbe seiner Vorgänger mit Erfolg fort.

Durch die industrielle Entwicklung im Atomzeitalter hat sich das Aufgabengebiet der Feuerwehr ständig erweitert, das bedeutet wesentlich mehr spezifizierte Ausbildung, um allen Gefahren begegnen zu können. Die finanzielle Situation der Kommunen als Träger der der Feuerwehren hat sich in den letzten Jahren entscheidend verschlechtert, Lehrgänge, Führungs – und Einsatzmittel, Ausrüstung, Geräte und Fahrzeuge können nicht mehr bedarfsgerecht angeboten bzw. beschafft werden. Mit Umsicht, Weitsicht und Sorgfalt sollten daher die zugewiesenen Haushaltsmittel eingesetzt werden. Vorgesehene Reformen zur Kostendämpfung sollten sich allerdings auch an dem Bedürfnis der Bevölkerung orientieren, ihr Leben und Eigentum adäquat geschützt zu sehen. Die derzeitige Ausgestaltung der Wehr kommt diesem Anspruch wohl am Nächsten.

Erst im Jahr 2019 wurde der Ausrückebereich der Löscheinheit Ruppertsweiler, im Verbund mit den Einheiten Münchweiler und Lemberg um ein Teilstück der vierspurigen B10 erweitert. Hierfür wurde als Ersatz für den ausgemusterten MTW (von 2001) ein Mannschaftstransportfahrzeug mit Pritsche (MTF-L) inklusive einer Rettungsplattform für TH-Einsätze stationiert.

Zudem befindet sich seit 2020 auch ein Hotel mit über 30 Betten im Ausrückebereich der Feuerwehr.

Die heutige Wehrmannschaft setzt sich aus über 30 Mitgliedern zusammen, wovon ein nicht geringer Anteil weibliche Mitglieder sind.

SPEKTAKULÄRE EINSÄTZ/TÄTIGKEITEN UNSERER WEHR:

1964: Übernahme der notdürftigen Wasserversorgung für den Ortsbereich Ruppertsweiler
1985: Umbau der alten Mehrzweckhalle als Domizil der Feuerwehr
1987: Einsatz bei Keller- und Wohnungsüberflutungen nach stärksten Regenfällen und Sturm
1988: Einsatz bei Waldbrand in Lemberg
1989: Hausbrand in Ruppertsweiler – Übergriff auf Nachbarhäuser verhindert
1993: Brand bei einer Kunststofffirma im Ort – Millionenschaden verhindert
1994: Einsatz bei Waldbrand über fünf Hektar bei Langmühle
1995: Nächtlicher Kellerbrand in Ruppertsweiler
1996: Einsatz bei schwerem Verkehrsunfall auf der K/36
1997: Scheunenbrand in der Hauptstraße
1998: Containerbrand in der Schulstraße
1999: Einsatz beim Brand von Strohballen in größerem Ausmaß;
Nach orkanartigem Sturm und Hagelniederschlag wurden unzählige Bäume entfernt und zahllose Keller leergepumpt; Der Einsatz dauerte mehrere Tage an!
2001: Waldbrand auf 500 qm Beckenhofer Straße
2002: Erneuter Waldbrand auf 500 qm Beckenhofer Straße
2003: Waldbrand auf 500 qm Parkplatz Starkenbrunnen;
          Brand eines Wochenendehauses in voller Ausdehnung
2004: Einsatz bei einer Bunkerexplosion im Ungeheuertal
2007: Gebäudebrand in der Ariusstraße

2019: Gebäudebrand in Lembergerstr. incl. Atemschutzeinheiten der VG PS-

Land

2019: Wohnungsbrand am Wackenstein

2020: Unterstützung Heuballenbrand groß in Trulben

2020: Atemschutzunterstützung beim Brand einer Bäckerein in Vinningen

DIE FEUERWEHRUNTERKUFT:

Das alte Gerätehaus in der Waldstraße (am heutigen Kindergarten) musste 1974 im Zuge des Ausbaus des Bunkerstollens abgerissen werden. Die Gemeinde erwarb in der Lembergerstraße die Halle einer früheren Baufirma, die zu einer Mehrzweckhalle umgebaut wurde. Die Gemeinde und die örtlichen Vereine nutzten diese Halle über viele Jahre für Veranstaltungen. Ein angetrennter Raum diente als Feuerwehrunterkunft. Nachdem die Verbandsgemeinde die Mehrzweckhalle angekauft hatte, haben die Wehrmänner um Willi Busch in mehr als 1000 freiwilligen Arbeitsstunden das Gebäude umgebaut und eine Vorbildliche Unterkunft für die Feuerwehr geschaffen. Die Fertigstellung ausschließlich in Eigenleistung und die Einweihung erfolgten 1985. Die Unterkunft verfügte über einen Lagerraum, einen Aufenthalts- und Schulungsraum, eine Fahrzeughalle und eine Werkstatt. Ein Nebenraum dient als kleines Museum, in dem mühsam restaurierte Feuerwehrutensilien untergebracht sind. Das Prunkstück der Sammlung, eine von Willi Busch restaurierte 100 Jahre alte Handdruckspritze mit Schlauchwagen, steht heute im Foyer der neuen Mehrzweckhalle, der Ruppertshalle, und findet allseits Bewunderung. Zwischen den Jahren 2007 – 2012 wurde das Gerätehaus erneut zum größten Teil in Eigenleistung durch die Wehrangehörigen saniert. Dabei wurden Dämmungsmaßnahmen sowie Renovierungstätigkeiten im Bereich der Sanitäranlagen und Fahrzeughallen durchgeführt. Des Weiteren wurde der gesamte Innen- und Außenbereich neu gestrichen und zum Teil auch neu verputzt. Dabei wurden mehr als 5000 Arbeitsstunden durch die Helfer aufgebracht.

–> HIER NOCH AKTUELLER UMBAU….

DIE WÖCHENTLICHE „AH-RUNDE“

Nicht aus dem Wesen der Feuerwehr Ruppertsweiler wegzudenken ist die Stammtischrunde der „Alten Herren“, die sich da seit vielen Jahren regelmäßig um 19:00 Uhr an jedem Mittwoch im Schulungsraum der Feuerwehrunterkunft zusammenfindet. Diese Runde gehört regelrecht zum Mobiliar der Feuerwehr. Nicht nur die vielen Erzählungen aus vergangen Erlebnissen, denen die Jungwehrmänner oft aufmerksam lauschen, sondern auch die Übertragung ihrer Gute Laune und vor allem die Rat- und Tathilfe von diesem Kreis der „Ruheständler“ sind außerordentlich gefragt. Und gilt es außerhalb von Einsätzen noch mal kräftig anzupacken, z.B. bei der Vor- und Nachbereitung von Festen, dem Zeltaufbau, der Bewirtung oder auch der Planung stehen sie nach wie vor ihren Mann. Und weiß die Aktive Wehr bei einer Problemstellung nicht mehr weiter, geht der Blick hilfesuchend in die „AH -Runde“. Man wird nicht enttäuscht: Die richtige Lösung wird prompt serviert. Erst der Einfluss ihrer Erfahrung komplettiert und optimiert das Gesamtergebnis des Wirkens unserer Feuerwehr.
Zudem sorgt der Kreis wöchentlich für das Leibliche Wohl, denn schon fast regelmäßig kommt den Aktiven und der Jugendfeuerwehr nach anstrengender Ausbildung  aus der Mannschaft der „AH“ ein deftiges Abendessen oder ein erfrischender Umtrunk zu. Der Einfluss auf die Motivation bedarf daher keiner Beschreibung.